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Vierstellige Dividende – Mein Weg

Erstmals vierstellige Dividende

Im Oktober 2016 habe ich meine ersten Aktien gekauft. Als Student habe ich von 450€ im Monat gelebt. Letzten Monat habe ich erstmalig eine vierstellige Dividende erhalten. Wie ist das möglich?

„Do you know the only thing that gives me pleasure? It’s to see my dividends coming in.“ John D. Rockefeller

Traum vom passiven Einkommen

Ich erinnere mich gut daran, wie ich erstmalig in Berührung mit dem Thema Aktien gekommen bin. Dabei war es bei mir mehr der Traum vom „passiven Einkommen“, als das ich mir Gedanken über die Altersvorsorge gemacht habe. Ich habe als Student verschiedene Nebenjobs ausgeübt: Nachtschichten bei McDonalds oder Momox und tagsüber putzen oder mal auf den Bau. Die Vorstellung an jedem Big Mac mitzuverdienen war einfach zu verlockend.

Die ersten Aktien

Nach einem kurzen Fiasko im Network Marketing habe ich die ersten Aktien gekauft. Ohne Strategie oder weiteres Wissen habe ich eines Abends ein Online Depot eröffnet und wenige Tage später war es soweit. Ich erinnere mich, dass ich direkt ein paar verschiedene Aktien kaufen wollte. Shell, McDonalds, Microsoft, Under Armour, Coca Cola. Ich hatte einen Artikel über die besonders sichere Dividende von Shell gelesen; bei McDonalds gearbeitet; ein Smartphone aus dem Hause Microsoft; besonders angesagt war Kleidung von Under Armour und Coca Cola gehörte doch angeblich in jedes Depot. Ich hatte es geschafft – ich war stolzer Besitzer eines „passiven Einkommens“. 

Die ersten Dividenden

So ganz genau erinnere ich mich nicht mehr von welchem Unternehmen die erste Dividende kam. Ich weiß nur noch, dass es deutlich unter einem Euro war, was meiner Begeisterung keinen Abbruch tat. Ganz im Gegenteil, ich fühlte mich wie der König der Welt. Ich habe Berechnungen angestellt; Wie viel Cent ich pro Tag erhalte; Wie hoch mein passives Einkommen pro Stunde ist; Wie lange es dauert bis ich meine Fixkosten in Höhe von 450€ decken kann. Ich hatte Blut geleckt. Bis heute begeistern mich Dividenden wie am ersten Tag. 

Neustart im August 2017

Nachdem ich in den folgenden Monaten die ersten Bücher (besonders begeistert hat mich das Buch *Cool bleiben und Dividenden kassieren) zum Thema Aktien, Dividenden und passivem Einkommen gelesen hatte und die ersten Videos von „Aktien mit Kopf“ gesehen hatte, begannen die Fragezeichen in meinem Kopf zu verschwinden. Da ich aus früheren unternehmerischen Aktivitäten noch einige Schulden hatte, beschloss ich einen Strich unter das Kapitel zu machen und neu zu beginnen. Also verkaufte ich im Juli alle Aktien, war schuldenfrei und voller Vorfreude das Kapitel Aktien von Grund auf neu zu beginnen. Nur welche Strategie sollte ich wählen?

Makler Job = Dividendenstrategie

Neben dem Studium arbeitete ich in dieser Zeit als Makler für E&V in Leipzig. Ich führte viele Gespräche mit Immobilienbesitzern. Ich arbeitete im Commercial Bereich, welcher nur für Anlage- und Gewerbeimmobilien zuständig war. Wenn ich mit Kunden sprach, dann also nicht mit dem klassischen Eigenheimbesitzer, sondern eher mit dem Investor der fünf Mehrfamilienhäuser und mehr besaß. Ich war ein fürchterlicher Makler. Ich interessierte mich schon auch für die Immobilien, aber primär war ich an der Geschichte der Kunden interessiert. Wie hatten sie es geschafft ein solch enormes Vermögen aufzubauen. Und überraschenderweise haben viele Kunden gern darüber gesprochen. Dabei ging es letztendlich immer wieder um zwei „Weisheiten“. 

  1. Spekuliere nicht auf Wertsteigerungen; kaufe Cashflow.
  2. Erhöhe dein Einkommen und investiere in jungen Jahren so viel wie möglich.

Diese beiden Aussagen fassen wahrscheinlich 75% der Gespräche zusammen, welche ich in der Zeit mit Kunden führte.

Gesagt, getan.

Um es kurz und knackig zu sagen: in den letzten fünf Jahren habe ich genau das gemacht. Ich habe konsequent daran gearbeitet mein Einkommen zu erhöhen und ein großer Teil des Geld, welches ich zur Verfügung hatte, habe ich in Dividendenaktien investiert. Das ist eigentlich auch schon das ganze Geheimnis. Es ist nicht eine überlegene Strategie gewesen, ich habe keine außergewöhnliche Gesamtrendite, keine erhöhte Dividendenrendite, nein. Es ist schlicht und ergreifend auf diese beiden Aussagen zurückzuführen. 

Dividenden motivieren

Seit August 2017 tracke ich auch sämtliche Investitionen und Dividenden. Die Entwicklung zu sehen motiviert mich ungemein. Im Dezember 2017 habe ich erstmalig 5€ Dividende erhalten. Im September 2018 bereits über 50€ und die 100€ Marke habe ich im Mai 2019 geknackt. Ich habe unzählige Exceltabellen in denen ich genau diesen Fortschritt festhalte: 

1.446,46€ Dividende

Der Juni 2022 ist der neue absolute Rekordmonat. Ich habe erstmalig die vierstellige Dividende geknackt. Und nicht nur das. Die 1.100€, die 1.200€, die 1.300€ und auch die 1.400€ Dividende habe ich auch erreicht. Nach fast fünf Jahren habe ich die vierstellige Dividende erreicht. Leider sind über die Jahre auch meine Fixkosten etwas gestiegen. Ich lebe nicht mehr von 450€ im Monat, sondern eher von 1.700€ (siehe der Beitrag: aktuelle Fixkosten auf Zypern). Also die finanzielle Freiheit habe ich leider noch nicht erreicht – das wird sicherlich noch das eine oder andere Jahr in Anspruch nehmen. 

Dividenden im Juni – weitere Infos: Instagram Homo Oeconomicuss

Einmaleffekt

Die Dividenden sind leider noch nicht durchgängig auf diesem Niveau. Immer im dritten Monat des Quartals schütten besonders viele Unternehmen und ETFs aus meinem Depot aus. Dazu kommen zwei Sondereffekte:

  1. Der schwache Eurokurs erhöht die Dividenden (in €) aus den USA.
  2. Die meisten ETFs aus meinem Portfolio schütten im zweiten Quartal mehr aus als in den anderen.

Mein passives Einkommen aus Dividenden ist daher leider noch nicht dauerhaft auf diesem Niveau. Ich nehme an, dass es sich im Gesamtjahr auf ca. 8.000€ belaufen wird. Wenn ich weiter investieren kann wie aktuell (siehe aktuelles Depotupdate) hoffe ich, dass ich im Monat Dezember nochmal eine ähnliche Ausschüttung erreichen kann.

NIX IS SCHUFTEN IS ANGESAGT

Da ich noch lange nicht am Ziel bin, heißt es jetzt: vierstellige Dividende ist geil, aber das reicht noch nicht! Also zurück zu den Weisheiten der Immobilieninvestoren oder aber wie mein Professor für Unternehmensethik einer Studentin antwortete, die eine 30 Stundenwoche forderte, nix is schuften is angesagt.

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2 Kommentare zu „Vierstellige Dividende – Mein Weg“

  1. Ich hatte das Glück das YT mir eines deiner Videos im Jahr 2017 vorgeschlagen hatte und seitdem begleite ich dich auf deinem Wege.
    Es ist wunderbar anzuschauen wie du deinen Weg gehst und das gelernte/gelesene neue Wissen adaptierst und in deine Welt einbringst.
    Nun bin ich eher bei YT unterwegs, weil ich nicht alle Medien bedienen bzw. hinterherrennen will – deshalb Daumen für den Blog!
    Denn wie du, ist lesen meine präferierte Informationsquelle 🙂
    Ich freue mich darauf mit dir die 500k Grenze im kommenden Jahr zu feiern!
    Lasst es euch gut gehen, ihr Zwei!
    Lieben Gruß DaBraX

  2. richtig geiler Artikel Aaron, genau solche Texte motovieren jeden Anleger der Neu an der Börse ist weiterzumachen auch wenn es mal 20-30% runter geht.

    Danke für deinen tollen Content, ich verfolge dich nun mehr seit fast zwei Jahren und sehe wie stark dein Depot und deine Dividenden wachsen.

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