Vermögend bleiben – unterschätzte Risiken

Vermögend bleiben – unterschätzte Risiken

Vermögend bleiben – unterschätzte Risiken

Ich lese gerade „Reich werden und reich bleiben“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Dabei gibt es immer wieder Kapitel, welche mich dazu bringen meine langfristige Planung etwas zu überdenken. Vermögensaufbau dauert meist viele Dekaden und soll natürlich nicht abrupt enden. Dabei gibt es einige unterschätzte Risiken. Um welche es sich handelt und welche Schlussfolgerungen ich daraus ziehe, dazu mehr in diesem Beitrag. 

Offensichtliche Risiken

Wenn man einmal verstanden hat, wie Vermögensaufbau funktioniert, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis man sein Ziel erreicht hat. Letztendlich kann man es mit zwei Sätzen zusammenfassen.

  1. Fokussierung auf die Erhöhung des Einkommens.
  2. Kauf von cashflowproduzierenden Assets (Immobilien/Aktien)

Natürlich gibt es auch noch andere Vermögenswerte wie Staatsanleihen, Rohstoffe oder Devisen. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind jedoch insbesondere Aktien und Immobilien zu bevorzugen. 

Weitere bekannte Regeln

Damit es zum Vermögensaufbau kommt benötigt es natürlich noch weit mehr Regeln. Man sollte sich selbst unter Kontrolle haben. Keine Spekulationen. Nur kaufen was man (wirklich!) versteht. Nicht auf Teufel komm raus Abkürzungen suchen. Sicherlich fallen dir noch weitere Regeln ein.

Bis das der Tod uns scheidet…

Oder eben auch nicht. Die durchschnittliche Ehe hält 14,8 Jahre. Die aktuelle Scheidungsrate beträgt 39,6%. Scheidungen sind der häufigste Grund für einen signifikanten Verlust des Vermögens. Dies ist jedoch den meisten bewusst und soll daher hier nicht weiter thematisiert werden.

Selbstüberschätzung und fehlender Fokus

Auf Platz zwei und drei folgen Selbstüberschätzung und fehlender Fokus. Ein Selbstständiger macht seit 25 Jahren das Gleiche, doch die Welt ist nicht stehen geblieben. „Das habe ich immer so gemacht, das mache ich auch weiterhin so.“ Oft werden dann von Privat immer mehr Einlagen in die Gesellschaft getätigt und dennoch kann die Insolvenz nicht mehr vermieden werden. Auch diese Problematik ist sicherlich nachvollziehbar. 

Buchempfehlung

Die Informationen dieses Beitrags entstammen zum großen Teil aus dem Buch: *“Reich werden und bleiben: Ihr Wegweiser zur finanziellen Freiheit.“ von Dr. Dr. Rainer Zitelmann. Das Buch ist jedoch bereits 2015 erschienen, ich habe die Daten daher aktualisiert und die entsprechenden Quellen verlinkt. Wenn du vor hast langfristig Vermögen aufzubauen und das Geld auch behalten möchtest, dann kann ich dir dieses Buch definitiv ans Herz legen.

Unterschätzte politische Risiken

Die letzten Jahrzehnte waren in Westeuropa und den USA von außergewöhnlicher Stabilität gekennzeichnet. Allerdings haben sich unter der Oberfläche einige Probleme angestaut, welche mittelfristig zu großen Problemen für wohlhabende Menschen führen können. Die Rede ist von der ausufernden Staatsverschuldung der westlichen Welt. 

Ursache des Problems

Die Staaten mussten die Banken retten, ist doch klar. Wirklich? Schaut man auf die Verwendung der Steuergelder, dann sieht das anders aus. Die Ursachen der Staatsverschuldung liegen tiefer. In den letzten Dekaden haben Politiker sich die Stimmen und die Loyalität der Bevölkerung primär durch immer neue und immer größere sozialpolitische Geschenke erkauft. Von Europa ausgehend hat sich das Geschäftsmodell „Wohlfahrtsstaat“ auf die gesamte westliche Welt ausgebreitet. 58% der Sozialausgaben der gesamten Welt werden in Europa ausgegeben. Die genauen Daten können hier eingesehen werden. Aber auch im Land des ungezügelten Kapitalismus, der USA,  ist der Wohlfahrtsstaat auf dem Siegeszug. 1962 haben die USA 28,3% des Staatshaushalts für „welfare programs“ ausgegeben. 1990 waren es 48,5% und 2010 bereits 70,5%. 18,9% der weltweiten Sozialausgaben werden heute in den USA ausgegeben. Und es ist kein Ende in Sicht. Die prognostizierten Ausgaben bis 2030 zeigen, dass allein auf Bundesebene 65% der Ausgaben in den Bereich „Healthcare“ und „Social Security“ fließen.

Deutschlands 7 Billionen Euro Problem

Deutschland steht im europäischen Vergleich gut da. Die Staatsverschuldung beträgt 2,3 Billionen Euro. Dies entspricht ca. 69% des BIP. Die USA, Frankreich, Italien, Spanien und viele andere Länder haben gemessen am BIP deutlich höhere Verschuldungen zu beklagen. Formal richtig. Genau genommen ist es jedoch nur die Spitze des Eisberges.

Was gern verschwiegen wird

1,2 Billionen Euro beträgt die Pensionszusage für die Beamten bei Bund und Ländern, Stichtag 31.12.2019. Zahlungen an Witwen und Beihilfe zur Gesundheitsversorge sind nicht inbegriffen. 

Die Decklungslücke der Rentenversicherung beläuft sich ebenfalls auf über eine Billion Euro. (Rücklagen die gebildet hätten werden müssen)

Um die impliziten Staatskosten für das Gesundheitswesen um die heute lebenden Menschen auf bisherigem Niveau behandeln zu können zu decken, müssten Rücklagen von etwas über einer Billion Euro gebildet worden sein. Fehlanzeige.

Dazu kommt ein besonders schwerwiegender Faktor in Deutschland dazu: der frühe Pillenknick und die dauerhaft niedrige Geburtenrate. Was dies für Konsequenzen für einen Sozialstaat hat, der auf ein umlagefinanziertes System setzt, ist sicherlich jedem klar. 

Berechnet man diese fehlenden Rücklagen mit ein, kommt man auf eine tatsächliche Staatsverschuldung von fast zehn Billionen Euro. Die Decklungslücke belief sich im Jahr 2017 bereits auf sieben Billionen Euro

Rückzahlung ausgeschlossen

Es ist vollkommen ausgeschlossen, dass die Bundesrepublik diese Schulden jemals tilgen wird. Das Problem ist, dass diese Kosten eines Tages gezahlt werden müssen. Wir sehen die Problematik bereits bei den Renten. Beim Bundeszuschuss ist die Marke von 100 Milliarden Euro pro Jahr bereits erreicht. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung geht es gerade erst los. Aber die Richtung ist vollkommen klar. 

Auf der Suche nach Lösungen

Welche theoretischen Lösungen gibt es? 

  1. Wirtschaftswachstum
  2. Massive Ausgabenkürzungen im Sozialbereich
  3. Deutlich verlängerte Lebensarbeitszeit
  4. Steuererhöhungen, besonders für „Reiche“
  5. Inflation
  6. Staatsbankrott
Wirtschaftswachstum

Die einfachste und in der Vergangenheit beste Lösung war Wirtschaftswachstum. Insbesondere nach Ende des zweiten Weltkrieges war diese Lösung sinnvoll. Die USA, aber auch Deutschland, hatten viele Jahre mit heute unvorstellbar hohem Wirtschaftswachstum. Heute jedoch insbesondere in Deutschland und der Eurozone unvorstellbar. Die Produktivitäts- und Wirtschaftswachstumsdynamik ist quasi erloschen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland in den letzten 10 Jahren:

Seit 14 Jahren gibt es de facto keinerlei Produktivitätswachstum mehr in Deutschland. In der restlichen Eurozone sieht es nicht groß anders aus. Die Zahlen zeigen das Produktivitätswachstum Deutschlands seit 1960:

Massive Ausgabenkürzungen im Sozialbereich

Hat Gerhard Schröder mit der Agenda 2010 versucht. Das werfen ihm die Deutschen bis heute vor. Der Preis war seine Kanzlerschaft. Die Folgeregierung unter Angela Merkel hat viele der Kürzungen rückgängig gemacht und den Sozialstaat weiter aufgeblasen. Ich halte diese Lösung für ausgeschlossen.

Deutlich verlängerte Lebensarbeitszeit

Arbeiten bis 70, dann 73 und dann eines Tages 75 und noch länger? Dann gibt es Bürgerkrieg in Deutschland. Seit Jahrzehnten wird es gefordert und genau genommen weiß auch jeder, dass es passieren muss, aber das ist egal. Es geht nicht um die Realität. Obwohl die Bevölkerung rasch älter wird und die Anzahl der Erwerbstätigen im Verhältnis zu den Empfängern der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung rapide abnimmt, scheint es in Deutschland (ebenso wie in anderen europäischen Ländern) nahezu unmöglich zu sein die Lebensarbeitszeit zu verlängern. Zwar wird hier langfristig kein Weg dran vorbei führen, aber leider passiert es zu spät. Eine Reduzierung des Staatsdefizit durch diese Maßnahme ist nahezu ausgeschlossen.

Steuererhöhungen für Reiche

Nachtigall ick hör Dir trapsen

Inflation

Eine durchaus denkbare Lösung sind langfristig hohe Inflationszahlen. Was bis vor kurzem noch undenkbar schien, scheint jetzt nicht mehr all zu verwerflich. Die Schulden der Staaten einfach „weginflationieren“, wieso nicht? Das funktioniert nur, wenn die Ansprüche gegen die Sozialsysteme nicht mit steigen. Sprich die Renten/Pensionen müssten auf viele Jahre deutlich unterhalb der Inflationsrate wachsen. Konkret würde das bedeuten, dass es zu massiven Ausgabenkürzungen im Sozialbereich kommt, nur eben durch die Hintertür. Rein theoretisch ist das möglich. Insbesondere weil Politiker sich hier als unschuldig an der Misere präsentieren könnten. Autoritäre aber auch demokratische Systeme haben sich dieser Methode (Anwerfen der Gelddruckmaschine) schon oft bedient. Dies wäre insbesondere für Deutschland katastrophal, da die Deutschen in der Breite weder Aktien noch Immobilien besitzen. Ganz im Gegenteil zu den meisten anderen Europäern. Die Geldvermögen der Deutschen, in Form von Ansprüchen gegen das Rentensystem, in Lebensversicherungen oder als Einlagen bei Banken, würden dahingerafft werden.

Immobilien bei sehr hoher Inflation

Immobilien erfreuen sich in Deutschland noch einigermaßen hoher Beliebtheit, im Gegensatz zu Aktien. Nun könnte man meinen, dass Immobilienbesitzer von einer erhöhten Inflation profitieren, da die Schulden, welche häufig beim Erwerb aufgenommen werden, real geringer werden. In der Vergangenheit sind es jedoch insbesondere Immobilienbesitzer gewesen, die daraufhin neue Steuern zahlen mussten. So ist 1924 die „Hauszinssteuer“ eingeführt worden. Damit beanspruchte der Staat einen Teil der Mieteinnahmen für sich, wobei sich die Höhe der Steuer an den Inflationsgewinnen orientiert hat. Ähnliche Vorgehensweisen sind aus anderen Ländern bekannt. Und wie sollte es anders sein. In Berlin wird ganz aktuell bereits die Einführung einer neuen Steuer gefordert. Einer Hauszinssteuer. Dennoch sei gesagt, dass gerade bei einer moderaten Inflation Sachwerte wie Immobilien und Aktien langfristig profitieren. 

Staatsbankrott

Staatsbankrotte gab es in der Geschichte häufiger als man denkt. Spanien war seit 1800 sage und schreibe 13 Mal pleite. Nur wenige große Länder waren noch nie pleite. Diese sind beispielswese die USA, Kanada, Schweden und Norwegen. Deutschland war, unter Berücksichtigung der Einzelstaaten seit 1618 bereits acht mal pleite. Einige Länder wie Griechenland sind seit ihrer Existenz mehr als die Hälfte der Zeit zahlungsunfähig gewesen. 

Der Staatsbankrott wäre der absolut letzte Ausweg. Bevor dies passiert, werden die Regierungen alles in ihrer Macht stehende tun um den Staatsbankrott abzuwenden.

Zurück zur Nachtigall

Um einen Staatsbankrott abzuwenden, empfahl sogar die Deutsche Bundesbank „in außergewöhnlichen nationalen Notsituationen zusätzlich zu Privatisierungen und herkömmlichen Konsolidierungsmaßnahmen… auch vorhandenes privates Vermögen dazu beitragen kann, eine staatliche Insolvenz abzuwenden.“

Vermögensabgabe Deutsche Bundesbank
Quelle: Infografik Die Welt

Erstmalig ist dies in der Eurozone 2013 auf Zypern umgesetzt worden. Im Zuge der Einführung der Bankenunion in Europa ist dies als Blaupause für zukünftige Krisenfälle umgesetzt worden. 

Wird eine Bank insolvent, so stehen seit dem 1. Januar 2015 zuerst die Aktionäre für die Verluste gerade. Sollte diese Summe nicht ausreichend sein, sind die Sparer gefordert, sofern die Einlagen 100.000€ überschreiten. 

Kuba, nur ohne Sonne

Der französische Präsident Hollande setzte eine Reichensteuer von 75% + Sozialabgaben ab 1 Million Euro durch. Die Steuer wurde 2014 gestrichen.

102 Prozent Steuer

In den 70er Jahre war genau das in Schweden die Realität. Millionäre und Milliardäre verließen in zunehmender Anzahl das Land. Unter anderem der Ikea Gründer Ingvar Feodor Kamprad ging aufgrund der Steuerpolitik Schwedens in die Schweiz. 

In Deutschland undenkbar

Man schaue in die Parteiprogramme der Parteien im deutschen Bundestag. Steuererhöhungen für Reiche, Vermögensabgabe, Vermögenssteuer. Wenn ein paar Jahre ins Land gezogen sind, die Beitragssätze zur Rentenversicherung und gesetzlichen Krankenversicherung weiter gestiegen sind, die Leute bis 73 arbeiten sollen und darüber hinaus 75ct pro kWh für den Strom zahlen sollen, klingt so eine Spitzensteuer von 75% und eine Vermögenssteuer von 1-2% pro Jahr doch gar nicht so verkehrt oder? Ach oder gleich 10% Vermögensabgabe, wie es die Bundesbank empfohlen hat. Es geht da weniger um den Sinn oder Unsinn. Der Reiche trägt die Schuld. Vergiss das nicht. Der Tankrabatt ist von den Öl- Konzernen weitergegeben worden. Interessiert das den Bürger? Aufspaltung! Verstaatlichung! Übergewinnsteuer! Noch ist es nicht so weit, aber wenn das o.g. Szenario eingetreten ist, will ich lieber nicht mehr in Deutschland sein.

Was wissen die Reichen, was wir nicht wissen?

Immer mehr Millionäre beschäftigen sich aktiv mit der Thematik des Auswanderns. Besonders hoch ist der Prozentsatz in den Ländern Lateinamerikas (73%), gefolgt von Russland mit 67%. In Europa beschäftigen sich sechs von zehn Millionären mit der Auswanderung. In den USA und Australien sind es nur rund 30%. Besonders attraktiv sind für Millionäre nicht nur Länder wie die Schweiz, sondern auch Kanada, Neuseeland oder Australien. Diese Länder zählen nicht unbedingt als Steueroasen. Scheinbar sind viele Millionäre mobil. Die Wanderung der Millionäre ist faszinierend. Seit dem Jahr 2000 sind allein 80.000 Millionäre nach Australien gegangen. Tendenz stark steigend.

Persönliches Fazit

Auch wenn das auf den ersten Augenblick alles gruselig klingt, würde ich erstmal die Füße still halten. Das ist alles nichts neues. Die Augen sollte man dennoch nicht vor diesen Risiken verschließen. Ich gehe persönlich davon aus, dass die Schuldenspirale sich in den kommenden Jahren noch weiter drehen wird. Ich halte es für denkbar, dass mittelfristig die Schulden in der EU vergemeinschaftet werden. Denkbar wäre auch eine offene Transferunion. Die Renten- und Krankenversicherungsbombe ist gerade noch irgendwie tragbar. In den nächsten Jahren sollte da nicht viel passieren. Auch hat die europäische Zentralbank bereits Maßnahmen ergriffen um die Schuldenspirale weiterdrehen zu können. 

Ich für meinen Teil werde dafür sorgen, dass ich meinen Lebensmittelpunkt und mein Geld nicht in der EU habe, wenn es soweit ist. Die Entwicklung der USA ist leider ebenfalls bedenklich, allerdings bei weitem nicht so kritisch wie in Europa. Ich werde mir daher die USA, die Schweiz und auch Länder wie Australien, Kanada oder Singapur in den kommenden Jahren genauer anschauen. 

Wie siehst du die Situation? Welche Maßnahmen ergreifst du um dein Vermögen langfristig vor dem Staat zu schützen?

Buchempfehlung

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4 Kommentare zu „Vermögend bleiben – unterschätzte Risiken“

  1. Dein Artikel war super aufschlußreich. Danke!
    Ich finde es interessant, daß du es in Erwägung ziehst, nicht mehr in der EU zu leben.
    Die Frage stelle ich mir auch, wobei ich andere Länder, wie zB Kanada, nicht so toll finde, was das Gesundheitssystem angeht. Es sei denn, man hat eine Zusatzversicherung.
    Das, was mich gerade sehr wütend macht, ist die Tatsache, daß wir in Deutschland gegebenenfalls bis 70 arbeiten werden, aber als Rente nur 30% Brutto bekommen werden, während die Leute in Frankreich mit 63 in Rente gehen und 75% Brutto bekommen. (Ich komme aus Frankreich…)

  2. Sorry, für die harten Worte, aber das hier ist für mich ein typischer Artikel eines jungen, alleinstehenden Menschen mit viel Finanzfantasie. Werd erstmal Millionär, dann kannst du ja in x Jahren weitersehen, ob Auswandern wegen den „ach so ungerechten Steuern“ immer noch so attraktiv ist. Gut, dass du dich noch weiter informieren möchtest. Vielleicht als Start deiner Recherche: Die Schweiz hat in vielen Kantonen schon weit vor 1 Mio CHF Vermögenssteuern. Und ob ich als alter Mensch in der subtropischen Hitze Singapurs wohnen möchte, würde ich mir auch noch einmal gründlich überlegen. Warst du schon mal vor Ort?
    Naja, wie gesagt: ist ja sicher noch ein bisschen hin, da wirst du deinen Weg schon noch finden. Viel Erfolg dabei!
    Viele Grüße
    Jenni

    1. Hallo Jenni,

      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Gern möchte ich ein paar Worte dazu verlieren:
      „jungen, alleinstehenden Menschen mit viel Finanzfantasie“ –> Die Argumente stammen von Dr. Zitelmann. Ich meine er war knapp 60 als er das Buch geschrieben hat. Ich für meinen Teil bin nicht alleinstehend.
      Gern zur Lage in Deutschland auch die Worte von Prof. Sinn (Frage war ob es Deutschland in den nächsten 10 – 15 Jahren schlechter laufen wird):
      „Nicht nur für die nächsten 15 Jahre, sondern für eine längere Periode. Das liegt zum einen daran, dass die Grünen uns die billige Energie ohnehin abstellen wollen. Zum anderen liegt es daran, dass die demografischen Probleme überhandnehmen. Das wissen wir eigentlich schon seit Anfang der 80er-Jahre. Wir haben nun mal die Baby-Boomer, die heute 56- bis 60-Jährigen, die bald in Rente gehen wollen. Hinter dieser Bevölkerungskohorte kommen nicht mehr allzu viele neue Menschen nach. Wir haben ein riesiges Versorgungsproblem, weil die Arbeitsbevölkerung wegbricht. Einige sagen dazu Facharbeitermangel, aber es geht in Wahrheit um alle Berufsschichten. Deutschland ist besonders betroffen, weil der Pillenknick bei uns früher kam als in anderen Ländern.“ Quelle: tz.de

      „x Jahren weitersehen, ob Auswandern wegen den „ach so ungerechten Steuern“ immer noch so attraktiv ist.“ –> Ich bin bereits ausgewandert und ja, ich halte die Auswandern aufgrund der „ach so ungerechten Steuern“ immer noch für attraktiv.
      „Die Schweiz hat in vielen Kantonen schon weit vor 1 Mio CHF Vermögenssteuern.“ –> Das ist richtig. Die Höhe ist hier das entscheidende. Kann hier gern nachgerechnet werden: https://www.cash.ch/rechner/steuerrechner-einkommen-vermoegen/135000
      Angenommenes Vermögen: 2 Mio, 0,5 Mio Jahresbrutto. Steuerlast inkl. Vermögenssteuer 156k (6k Vermögenssteuer); wohlbemerkt in Zürich. In Zug wären wir bei 97k. In Deutschland würde die Steuerlast bei 228k liegen (ohne Vermögenssteuer). Dabei sind hier keinerlei steuerliche Optimierungen vorgenommen worden (was in CH deutlich einfacher ist).
      „Warst du schon mal vor Ort?“ –> Ja, ich habe bereits einige Monate in Südostasien gelebt und überraschend viele Rentner dort getroffen. Die Hitze war in den ersten Tagen in der Tat weniger schön, aber nach kurzer Zeit hatte ich mich daran gewöhnt. Ist nicht auch Miami besonders bei Menschen im Ruhestand beliebt?
      „da wirst du deinen Weg schon noch finden.“ –> Das hoffe ich doch 🙂
      „Viel Erfolg dabei!“ –> Vielen Dank

      Ein schönes Wochenende wünsche ich.
      Aaron

  3. ETF Liebhaber

    Sehr deutlich,

    irgendwann wird es den Deutschen „Reichen“ an den Kragen gehen.
    Gibt es nicht Unternehemnsformen wie z.B. Holding oder auch Stiftung mit welchen man u.a. Immobilien vor dem Staat fern halten kann?

    VG ETF Liebhaber

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