Meilenstein 1.000€ passives Einkommen

Meilenstein 1.000€ passives Einkommen

Ich habe im März 2022 erstmalig eine vierstellige Summe an passivem Einkommen erzielt. Der Meilenstein 1.000€ passives Einkommen hat fast fünf Jahre auf sich warten lassen. Dabei rede ich hier von „echtem“ passiven Einkommen – ganz nüchtern. Kein Bullshitbingo der Finanzindustrie 🙂 

Damals wie heute

Begriffe wie „finanzielle Unabhängigkeit“ und „passives Einkommen“ werden heute leider ziemlich inflationär verwendet. Ich bin mit meinen YouTube Channel vor knapp fünf Jahren gestartet.

Mein erklärtes Ziel war es damals und das ist es heute: ich dokumentiere meine eigene Reise auf dem Weg hin zur finanziellen Freiheit. Damit meine ich nicht mehr und auch nicht weniger als das Leben von den Erträgen meines Vermögens. Ich möchte meinen Lebensunterhalt nicht aus aktivem Einkommen bestreiten, sondern durch Dividenden, Zinserträgen und Mieteinnahmen ermöglichen. Dabei habe ich vor knapp fünf Jahren bei 0€ angefangen. Ich habe nicht geerbt, hatte keine Berufsausbildung und auch kein abgeschlossenes Studium. Das einzige was ich hatte waren noch ein ein paar tausend Euro Schulden und den Willen aus eigener Kraft die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. 

Passives Einkommen oder nicht – das ist hier die Frage

Sicherlich hat jeder eine andere Definition der Begriffe „passives Einkommen“ und „finanzielle Freiheit“. Ich habe heute dank meiner Tätigkeit als YouTuber eine Vielzahl an monatlich wiederkehrenden Affiliateeinnahmen. Diese sind sicherlich überwiegend passiv, aber ich zähle sie nicht mit. Warum?

Wiederkehrende Affiliateeinnahmen

Ich möchte dir zwei Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen geben. 

  1. Ich habe eine Zeit lang in Georgien gelebt und gute Kontakte zu regionalen Steuerberatern aufgebaut. Den besten Service habe ich von einer Kanzlei erhalten, welche sich auf Einwanderer spezialisiert hat, *Expathub. Daraufhin habe ich einen Vertrag mit Expathub geschlossen, der mir eine kleine wiederkehrende Provision einbringt, wenn ich der Kanzlei neue Kunden bringe. Die Provision ist ein prozentualer Betrag der Gebühren für Firmengründung, Buchhaltung, Migration etc. Dadurch erhalte ich monatlich wiederkehrende Einnahmen.  
  2. Ich vermittle einen deutschsprachigen Guide für das T-Shirt Business, den *Heidorn Report. Man erhält als Abonnent dieses Reports aller zwei Wochen einen umfangreichen Guide zu verschiedenen Themen im T-Shirt Business. Ich erhalte für die Vermittlung des Guides eine wiederkehrende Provision, solange das Abonnement aktiv ist. Hier siehst du beispielsweise meine Abrechnungen der letzten 14 Tage.  
Auf Sand gebaut

Ich habe heute einige wiederkehrende Zahlungen aus verschiedenen Kooperationen. Wenn ich diese zusammenrechne, dann kommt da ein solider vierstelliger Betrag jeden Monat heraus. Definitiv mehr als das was ich zum Leben brauche. Allerdings sind diese Einnahmen leider auf Sand gebaut. Ich habe über die Jahre auch bereits einige Kooperationen verloren. Daher sind das zwar aktuell Einnahmen, welche ich monatlich ohne Zeit- oder Energieaufwand erhalte, aber wie lang diese Einnahmen bestehen, keine Ahnung. Gerade im Frühjahr 2020 sind bei mir viele Kooperationen in die Brüche gegangen und vermeintlich sichere Einnahmen haben sind innerhalb weniger Wochen in Luft aufgelöst. Also nein, diese Form der Einnahmen zähle ich persönlich nicht als passives Einkommen, wenn ich von finanzieller Unabhängigkeit spreche. 

Meine Definition von passivem Einkommen

Passives Einkommen entsteht nicht durch Luft und Liebe. Passives Einkommen entsteht durch aktive Arbeit, die in finanzieller Form vergütet wird. Dieser Vergütung wird durch Belohnungsaufschub veredelt und es entsteht unter hoher Volatilität passives Einkommen.

Ich erhalte 5.000€ für die Erfüllung eines Auftrages. Um diesen Auftrag zu erfüllen, ist aktive Arbeit notwendig. Die Vergütung meiner Leistung nutze ich allerdings nicht für Konsum, nein ich verschiebe die Belohnung für meine Leistung in die Zukunft. Ich kaufe für das Geld zum Beispiel Unternehmensanteile. Die Unternehmensanteile sichern mir einen Teil des Gewinns des Unternehmens, welches ich erworben habe. Die Einnahmen aus diesen Unternehmensanteilen sind Dividenden. Das ist für mich ein Beispiel für passives Einkommen.

Mieteinnahmen, Dividenden, Zinsen

Neben Dividenden sind auch Zinserträge und Mieteinnahmen für mich passive Einnahmen. Dabei ist mir bewusst, dass nichts auf der Welt wirklich passiv ist. Dividenden können schwanken und sogar gestrichen werden. Anleihen können ausfallen und damit die Zinszahlungen. Immobilien sind wahrscheinlich am wenigsten passiv. Eigentümerversammlungen, Renovierungen, Reparaturen, Neuvermietung u.v.w. Aufgaben hat man als Vermieter. So wie es im Leben keine 100% Sicherheit gibt (nein, auch die Rente ist nicht 100% sicher), gibt es das auch nicht bei den Erträgen des eigenen Vermögens.

Subjektiv und so

Und dennoch sehe ich Dividenden, Mieteinnahmen und Zinserträge als die „sicherste“ Form des passiven Einkommens an. Im Vergleich zu meinen anderen Einnahmen schwanken diese Zahlungen bei mir am wenigsten und sind am ehesten planbar. Im Ausnahmejahr 2020 haben viele Unternehmen ihre Dividenden gekürzt oder gar ausgesetzt. Im Jahr 2021 ging es dann wieder nach oben. Es wird sicherlich auch mal längere Dürrephasen geben, aber ich glaube, wenn Unternehmen wie Coca Cola, McDonalds, Nestlé oder Johnson&Johnson ihre Dividenden nicht mehr zahlen können, dann haben wir auf der Welt ganz andere Probleme. Zumindest wenn wir eine Situation haben in der all diese Unternehmen die Zahlung der Dividenden einstellen.

Zusammensetzung meines passiven Einkommens

Ich verfüge bis dato über keinerlei Immobilienbestand und habe daher keine Mieteinnahmen. Mittelfristig soll sich dies jedoch ändern.

Dividenden

Im März habe ich 984,12€ an Dividenden kassiert. Die genaue Auflistung ist in meinem März Depotupdate zu finden.

 

Dividende März 2022 Instagram
Link zu meinem Instagram Profil
Zinsen

Dank meinem gut 17.000€ Investment bei Bondora Go & Grow habe ich im März 89,59€ an Zinserträgen aus P2P Krediten vereinnahmen können. Dazu kommen 5,16€ Zinsen durch Bankeinlagen in Georgien. Dabei handelt es sich um Einlagen, welche ich tätigen musste, um eine American Express in USD zu erhalten

Gesamten Einnahmen

Rechnen wir meine Zinseinnahmen und Dividenden zusammen kommt erstmals der Meilenstein 1.000€ passives Einkommen heraus. Genau genommen sogar 1.087,87€. 

Der Schneeball rollt

Es hat fast fünf Jahre gedauert um an diesen Punkt zu gelangen. Betrachte ich jedoch meine Vermögens- und Einkommenskurve, dann kann man durchaus sagen, dass der Schneeball so langsam fahrt aufgenommen hat. An der Behauptung, dass die ersten 100.000€ die schwersten sind, ist definitiv etwas dran. Inkl. der P2P Investitionen und der Bankeinlagen in Georgien komme ich auf ein Vermögen von 328.297,35€. 

Wann 2.000€ passives Einkommen?

Die 1.000€ an passivem Einkommen werde ich leider noch nicht jeden Monat erreichen. Aktuell nur wenn besonders viele Unternehmen aus meinem Depot ausschütten. Das ist immer im dritten Monat eines Quartals der Fall. Daher sollte der Meilenstein 1.000€ passives Einkommen das nächste Mal im Juni erreicht werden. Wenn ich wetten müssten, dann würde ich sagen, dass es bis zum ersten Mal 2.000€ passives Einkommen noch so 2 Jahre dauern wird. (außer das Shell Management macht eine Sonderdividende in Höhe von 1€/Anteil locker)

Vermögensentwicklung März 22
Vermögensentwicklung Aktien (ohne P2P & sonstigen Einlagen)

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1 Kommentar zu „Meilenstein 1.000€ passives Einkommen“

  1. Herzlichen Glückwunsch!
    Und danke für den ehrlichen Einblick ohne Schönrechnen. Das motiviert einen selbst, dran zu bleiben und weiter an den ersten 100.000 zu arbeiten 🙂
    Grüße
    Vanessa

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